Intravitreale Medikamenteneingaben (IVOM)

Die Kontrastmitteluntersuchung und die OCT (optische Kohärenztomographie) haben ergeben, dass bei Ihnen bzw. Ihren Verwandten eine feuchte Makuladegeneration, eine Venenthrombose oder eine diabetische Netzhauterkrankung vorliegt.

Bei diesen Erkrankungen kommt es zu Feuchtigkeit und Blutungen in der Makula, dem Bereich des schärfsten Sehens am Auge. Durch die dabei entstehende Schwellung und/oder Vernarbung kommt es unbehandelt zum Sehverlust.

Heutzutage können wir mit Injektionen, die in den Innenraum des Auges gespritzt werden, das Fortschreiten dieser Erkrankungen verlangsamen und die Sehkraft erhalten oder sogar verbessern.

Im Rahmen der Erstbehandlung erhalten Sie daher in der Regel mehrere Injektionstermine im Abstand von vier Wochen. Diese werden von Frau Dr. Heinrich immer donnerstags im ambulanten OP der UKM Augenklinik am Coesfelder Kreuz durchgeführt. Sie können mit dem Auto direkt vor den ambulanten OP der Augenklinik vorfahren. Für die Injektion müssen Sie sich nicht beim Personal der UKM Augenklinik anmelden, sondern Sie werden direkt von den medizinischen Fachangestellten der Augenarztpraxis in Empfang genommen, die sich dann um Sie und die Vorbereitungen kümmern. Wir gestalten die Termine in der Klinik so kurz wie möglich (ca. 30 Minuten).

Bitte kommen Sie zu den Injektionsterminen nicht selbst mit dem Auto.

Die Kontrolltermine danach sind um den vierten Tag nach der Operation in der Augenarztpraxis. Vier Wochen nach der letzten Spritze wird die OCT-Aufnahme erneut durchgeführt und beurteilt, ob die Netzhaut „trocken“ ist oder, sofern sie noch Flüssigkeit aufweist, ob mit Injektionen in das Auge weiter behandelt werden muss.

Viele Patienten sind enttäuscht, wenn sie immer und immer wieder zu den Injektionen kommen müssen. Doch die Tatsache, dass hierdurch eine mögliche Erblindung aufgehalten wird, sollte Mut machen, die Injektionstermine wahrzunehmen und im zeitlichen Ablauf korrekt einzuhalten.